MERCEDES STOPPTE IM JULI VORüBERGEHEND BESTELLUNGEN VON E-AUTOS IN DEN USA – DAS WAR DER GRUND

Mercedes-Benz hat weltweit über 30 Werke.

Der Autohersteller Mercedes-Benz hat im Juli vorübergehend die Bestellungen für seine Elektrofahrzeuge in den USA pausiert. Der Grund dafür: Die Nachfrage der US-amerikanischen Autofahrer ließ immer weiter nach.

Ein Sprecher des deutschen Automobilkonzerns sagte zu Business Insider im Juli, die Entscheidung betreffe alle Varianten der EQS Limousine, des EQS SUV, der EQE Limousine und des EQE SUV. Fahrzeuge, deren Produktion vor dem ersten September geplant war, sollen weiterhin ausgeliefert werden.

„Als global agierendes Unternehmen mit mehr als 30 Werken weltweit, unter anderem in Alabama und South Carolina, optimiert Mercedes-Benz kontinuierlich sein Produktionsnetzwerk. Es nutzt seine hohe Flexibilität, um schnell auf Marktbedingungen zu reagieren“, so der Sprecher. „Wir montieren weiterhin alle unsere Modelle, die für den Export in globale Märkte bestimmt sind, und passen uns an die lokale Marktnachfrage an“.

Mittlerweile allerdings ist der Bestellstopp wieder aufgehoben. Ein Sprecher teilte Business Insider mit, die Auftragsbanken für die E-Modelle seien seit dem 1. August wieder geöffnet.

Mercedes-Benz bleibt positiv gestimmt für die Zukunft

In seinem Bericht über die Ergebnisse des zweiten Quartals sagte Mercedes-Benz, dass der Gesamtabsatz seiner batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 25 Prozent gesunken sei. Von 45.843 Einheiten auf 35.027 Einheiten.

Im Jahr 2022 begann Mercedes-Benz in seinem Werk im US-Bundesstaat Alabama mit der Produktion von zwei vollelektrischen Fahrzeugmodellen. Dem EQS SUV und dem EQE SUV. Im Jahr 2023 kam der Mercedes-Maybach EQS SUV hinzu.

Mercedes-Benz pausierte die Bestellungen, nachdem US-Präsident Donald Trump in diesem Monat ein neues Haushaltsgesetz unterzeichnet hatte. Damit wurde die Steuergutschrift von 7500 US-Dollar (etwa 6500 Euro) für neue Elektrofahrzeuge gestrichen. Branchenexperten hatten zuvor gewarnt, dass die Streichung des Steueranreizes Elektrofahrzeuge zu teuer machen könnte. Dies betrifft unter anderem Unternehmen wie Tesla, Cadillac und Chevrolet. Die Steuervergünstigung wird am 30. September auslaufen.

Der Absatz von Elektroautos in Nordamerika stieg in den ersten vier Monaten des Jahres 2025 nur um fünf Prozent. In Europa hingegen waren es 25 Prozent und in China sogar 35 Prozent, so das Forschungsunternehmen Rho Motion.

Während der Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen sagte ein Vertreter der Mercedes-Benz Gruppe, er glaube, dass sich das US-amerikanische Interesse an Elektrofahrzeugen mit der Zeit wieder erholen werde.

„Trotz der Ankündigung, die 7500 Dollar Gutschrift zu streichen, glauben wir nicht, dass die Nachfrage nach BEVs in den Vereinigten Staaten auf null sinkt“, sagte er.

„Wir glauben immer noch, dass die mittel- bis langfristige Akzeptanzrate von BEVs in den USA schleichend ansteigt. Vielleicht wird es aufgrund der neuen Regulierungspfade langsamer ansteigen. Dennoch glauben wir, dass sie mittel- bis langfristig immer weiter nach oben geht“.

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2025-07-31T10:00:56Z